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 Restaurierte Sonnenuhr | Die Wappentafel 


Historie des Alten Hospitals

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Das Hospital im 16. Jh.
Quelle: F. Saß:
Das ehemalige Hospital zum Heiligen Geist
in Burg Stargard
Die Geschichte des ältesten Gebäudes der Stadt von der
Gründung im Hochmittelalter bis zur Gegenwart.- FS-Arbeit Burg Stargard 1988

Das Alte Hospital in den 20er Jahren

Das Hospital um 1920
Quelle: Kunst- und Geschichts-Denkmäler des Freistaates Mecklenburg-Strelitz; (S. 126), bearbeitet von Georg Krüger.- Neubrandenburg 1921 (Kommissionsverlag der Brünslowschen Verlagsbuchhandlung);


Grundriss des Alten Hospitals

Grundriss des Alten Hospitals
Quelle: Kunst- und Geschichts-Denkmäler des Freistaates Mecklenburg-Strelitz; (S. 126), bearbeitet von Georg Krüger.- Neubrandenburg 1921 (Kommissionsverlag der Brünslowschen Verlagsbuchhandlung);


Das Alte Hospital 2010

Das Alte Hospital 2010
Foto: Stargarder Festival- & Hospitalverein e.V.


Das Alte Wappen
Die historische Wappentafel (Terakotta)
Quelle: F. Saß:
Das ehemalige Hospital zum Heiligen Geist
in Burg Stargard
Die Geschichte des ältesten Gebäudes der Stadt von der
Gründung im Hochmittelalter bis zur Gegenwart.- FS-Arbeit Burg Stargard 1988

Geschichte

  • ältestes weltliches Gebäude der Stadt

  • Lage: Kurze Straße 1, (am sog. "Ziegenmarkt", siehe Plan), am Fuß der Burg Stargard

  • um 1290 erbaut durch Markgraf Albrecht III als Kapelle

  • 1364 erste urkundliche Erwähnung

  • im 16.Jh. Verfall der Gebäudekomplexes infolge der Reformation

  • 1576 Neugründung des Heilig(en)-Geist-Hospitals durch Herzog Ulrich und seine Gemahlin Elisabeth
    (---> siehe Sage unten)

  • Umbau der verfallenen Kapelle zum Hospitalgebäude

  • Altenheim für ehemalige fürstlich Bedienstete der Herzöge von Mecklenburg

  • im 19. Jh. Abriss der burgwärts gelegenen Nebenhäuser beim Eisenbahnbau
    (siehe Zeichnung)

  • bis 1919 zur Burg zugehörig (sog. Burgfreiheit)

  • um 1920 Übergang in kirchliche Verwaltung

  • 1926 Angliederung des Hospitals an die Stadt

  • bis 1968 Altenheim mit bis zuletzt noch 2 Bewohnern

  • ab 1972 bis 1980 Nutzung durch die AG Junge Archäologen unter Leitung von Wilhelm Lübstorf

  • 1980-1999 Heimatstube der Stadt Burg Stargard unter Leitung von Frank Saß
    Heimatstube

  • bis 2001 Leerstand

  • ab 2001 Nutzung durch den "Burg Stargard Festivals e.V."
    B S F

  • 31. Mai 2006 Gründung des Fördervereins "Altes Hospital-Burg Stargard"

  • Oktober 2006 Sanierung der Sanitäreinrichtungen (Firma "DIREMO Burg Stargard")

  • April 2007 Reparatur von Teilen der Elektroanlage (Firma "Rose Elektrotechnik GmbH Burg Stargard")

  • Herbst 2007 fledermausgerechter Ausbau des Dachbodens und Sanierung der Bodentreppe durch Fördermittel des Staatlichen Amtes Für Umwelt und Natur, Neubrandenburg

  • Februar 2008 Vereinigung des "Burg Stargard Festivals e.V." mit dem Förderverein "Altes Hospital-Burg Stargard" zum "Stargarder Festival- & Hospitalverein e.V."

  • Juni 2009 Wiederanbringung und Enthüllung der durch Spenden restaurierten Sonnenuhr (mehr Infos) durch Uwe Lübstorf in Andenken an den 10. Todestages seines Vaters Wilhelm Lübstorf

  • 3. Juli 2009 Wiederanbringung einer Farb-Kopie der historischen Wappentafel über dem Eingang, ermöglicht durch zahlreiche Spenden von Privatpersonen, Vereinen und Institutionen
    Das restaurierte Wappen
    Foto: Stargarder Festival- & Hospitalverein e.V.

  • Herbst 2010 Sanierung des Elektroanschlusses mit Hilfe von Spendengeldern durch die Firma "Rose Elektrotechnik GmbH Burg Stargard"


Die Sage

Eine Prinzessin fuhr einmal nach der Burg Stargard hinauf und traf zwei junge Leute, die ein Grab machten.
Sie fragte, für wen es sein solle und bekam die Antwort, für den dabei stehenden alten Mann, ihren Vater.
Als die Prinzessin verwundert sich weiter erkundigte, warum sie den jetzt schon ein Grab machten, da der Vater ja noch lebe,
so erwiderten sie ganz kaltblütig, daß der Alte nicht mehr sein Brod verdienen könne
und nach altem Herkommen und dem alten Sprüchwort:
"Krup unner, krup unner!
De Welt is die gram!"

hier eingebuddelt werden sollte. Da entsetzte sich die Prinzessin und befahl, augenblicklich davon abzustehen;
auch werde sie Sorge tragen, daß diese barbarische Sitte aufhöre.
Und sie hielt Wort.
Sie stiftete das noch heut stehende Hospital oder Armenhaus der Stadt Stargard.

Quelle: Karl Bartsch: Sagen, Märchen und Gebräuche aus Mecklenburg 1–2. Band 1, Wien 1879/80, S. 323. (Rechtschreibung entspricht Originalfassung)


Stand: April 2011
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